Im Rahmen des Erasmus+ Programms hatte ich die einmalige Gelegenheit, ein vierwöchiges Praktikum bei Konecranes in Hyvinkää, Finnland zu absolvieren.
Mein Name ist Simon Reichl und ich besuche zur Zeit die 4AHWIM. Dieses Praktikum war für mich in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein: Es war nicht nur mein erster Auslandspraktikum, sondern auch mein erster Flug überhaupt. Schon die Anreise war daher aufregend und bedeutete für mich einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit und persönlicher Weiterentwicklung. Für dieses Praktikum erhielt eine finanzielle Förderung von Erasmus+.
Mein Ziel war es, sowohl fachliche Erfahrungen in einem internationalen Unternehmen zu sammeln als auch die finnische Kultur und Arbeitsweise kennenzulernen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich beides in hohem Maße erreicht habe.
Tätigkeiten im Unternehmen
Während meiner Zeit bei Konecranes arbeitete ich im Büro. Dort erhielt ich einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise eines global tätigen Unternehmens, das für seine innovativen Lösungen im Bereich der Kran- und Hebetechnik bekannt ist. Ich durfte verschiedene Abläufe kennenlernen, die sich auf Organisation, Dokumentation und interne Kommunikation beziehen.
Besonders spannend war der Einsatz von Virtual-Reality-Modulen (VR), die im Unternehmen gezielt eingesetzt werden. Sie dienen nicht nur der Einführung in Arbeitsprozesse, sondern auch der Sicherheitsunterweisung und dem Training von Mitarbeitenden. Dadurch konnte ich erleben, wie moderne Technologien die Arbeitswelt sicherer und effizienter gestalten. Für mich war dies eine völlig neue Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie stark Digitalisierung und Innovation in Finnland gefördert werden.
Darüber hinaus konnte ich meine Fremdsprachenkenntnisse in Englisch verbessern, da die Arbeitssprache im internationalen Umfeld überwiegend Englisch war. Dies stellte anfangs eine Herausforderung dar, half mir aber, meine Sprachsicherheit im Laufe der vier Wochen deutlich zu steigern.
Kulturelle Erfahrungen und Freizeit
Neben der Arbeit bot das Praktikum auch viele Möglichkeiten, das Land und die Kultur kennenzulernen.
• Ich besuchte die Burg von Hämeenlinna, eine der ältesten mittelalterlichen Burgen Finnlands.
• Größter See Finnlands (Saimaa-See). Die Natur dort war beeindruckend, und ich hatte das Glück, eine Robbe in freier Wildbahn zu beobachten – ein Erlebnis, das für mich unvergesslich bleiben wird.
Persönliche Eindrücke und Lernerfahrungen
Ich habe gelernt, mich in einem internationalen Arbeitsumfeld zurechtzufinden und dabei flexibel und offen zu bleiben. Besonders die Erfahrungen mit digitalen Lernmethoden und innovativen Technologien haben mir verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich weiterzubilden und offen für neue Ansätze zu sein.
Darüber hinaus habe ich durch den Aufenthalt in Finnland meine Selbstständigkeit und mein Verantwortungsbewusstsein gestärkt. Zum ersten Mal musste ich mich über mehrere Wochen in einem fremden Land orientieren, meinen Alltag organisieren und gleichzeitig berufliche Aufgaben zuverlässig erfüllen. Diese Erfahrung hat mir Selbstvertrauen gegeben und meine persönliche Entwicklung stark gefördert.
Herausforderungen
Während des Praktikums verlief fast alles reibungslos. Ein kleineres Problem ergab sich lediglich im Zusammenhang mit der Taxcard, das jedoch mit Unterstützung schnell gelöst werden konnte.
Fazit
Insgesamt war mein Erasmus+ Praktikum in Finnland eine sehr wertvolle und prägende Erfahrung. Ich habe nicht nur fachlich neue Kenntnisse erworben und moderne Arbeitsweisen kennengelernt, sondern auch meine Sprachkompetenzen verbessert und mein interkulturelles Verständnis erweitert.