„Wasser ist die treibende Kraft der Natur.“ – Leonardo da Vinci
Am 26.09.2025 besuchte die 4AHWII das Pumpspeicherkraftwerk Kaprun, eine der
zentralen Anlagen zur Energiegewinnung und Energiespeicherung in Österreich. Ziel der
Exkursion war es, technische Abläufe der Wasserkraftnutzung vor Ort nachvollziehen zu
können und die Rolle der Anlage im österreichischen Energiesystem einzuordnen.
Besichtigt wurde die obere Staumauer, da die untere Staumauer aktuell um neun Meter
erhöht wird. Diese Maßnahme dient dazu, das Speichervolumen des
Wasserfallboden-Stausees von derzeit rund 81 Millionen Kubikmetern auf etwa 94
Millionen Kubikmeter zu vergrößern. Eine Erhöhung um neun Meter bedeutet also
zusätzliche 12,7 Millionen Kubikmeter Wasser, die gespeichert und zur
Stromerzeugung genutzt werden können. Damit wächst die nutzbare Energiemenge um
etwa 30 Gigawattstunden – genug, um zehntausende Haushalte mit Strom zu
versorgen.
Vor Ort erhielten wir nicht nur Informationen zu den Staumauern selbst, sondern auch
einen Überblick über das gesamte Kraftwerkssystem in Kaprun. Dabei wurden uns die
verschiedenen Kraftwerksstufen – Limberg 1, Limberg 2 und das neueste Projekt
Limberg 3 – erläutert. So konnten wir nachvollziehen, wie die einzelnen Anlagen
zusammenwirken, um Wasser aus den Hochgebirgsstauseen effizient zu nutzen und
flexibel Strom zu erzeugen.
Besonders deutlich wurde, dass das Kapruner Pumpspeicherkraftwerk mehr ist als ein
einzelnes Bauwerk: Es handelt sich um ein komplexes System, das sowohl Grundlast
als auch Spitzenlast abdeckt und damit wesentlich zur Stabilität des österreichischen
Stromnetzes beiträgt.
Darüber hinaus wurde auch die Einbettung in die alpine Landschaft thematisiert. Das
Beispiel Kaprun zeigt eindrucksvoll, wie technische Großprojekte mit geografischen und
ökologischen Bedingungen in Einklang gebracht werden können, gleichzeitig aber auch
bauliche Herausforderungen mit sich bringen.
Zum Abschluss möchten wir uns bei unserem Begleiter für die informative Führung
bedanken, die uns einen tiefen Einblick in Technik und Bedeutung des Kraftwerks
ermöglichte. Ein besonderer Dank gilt außerdem unserem Mitschüler Andreas
Wallmann, der sich um die Organisation dieser Exkursion gekümmert hat und damit
wesentlich zum Gelingen des Ausflugs beigetragen hat.
Die 4AHWII 2025/26