Ringen um Existenz – Mein Leben zwischen Verzweiflung und Zuversicht
Künstlerische Projektwoche in Neumarkt an der Raab – Hoffnung als kreative Triebkraft
Neumarkt an der Raab, Südburgenland – In der idyllischen Kulisse des Künstlerdorfs Neumarkt an der Raab fand kürzlich eine außergewöhnliche Projektwoche zum Thema „Hoffnung und Zuversicht in der Kunst“ statt. Schülerinnen des Ausbildungszweigs Bildhauerei der HTL Hallein kamen in das traditionsreiche Künstlerdorf, um gemeinsam mit renommierten Künstler:innen zu arbeiten, zu leben und sich kreativ mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen.
Die Projektwoche stand im Zeichen der künstlerischen Auseinandersetzung mit Hoffnung – einem zentralen Motiv, das sich durch alle künstlerischen Disziplinen zieht. Wie Gerhard Richter einst sagte: „Kunst ist die höchste Form der Hoffnung.“ In diesem Geist setzten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit der Dualität von Hoffnung und Verzweiflung auseinander – zwei Pole menschlicher Erfahrung, die sich gegenseitig bedingen und künstlerisch fruchtbar machen.
Unter der Anleitung der Grafikerin Eva Möseneder, die die Technik der traditionellen Ätzradierung vermittelte, tauchten die jungen Künstlerinnen in die Welt der Druckgrafik ein. In feinen Linien und vielschichtigen Texturen fanden ihre Emotionen, Gedanken und Reflexionen zum Thema Hoffnung ihren Ausdruck.
Parallel dazu leitete Werner Moser einen Workshop zu Stop-Motion-Animation auf Tablets – eine moderne Form, mit der die Teilnehmerinnen bewegte Bilder erschufen, die Geschichten von Übergängen, Unsicherheiten, aber auch von innerer Stärke und Lichtblicken erzählten.
In dieser Projektwoche wurde deutlich, dass Kunst mehr ist als bloße Technik – sie ist ein Spiegel psychologischer und philosophischer Fragen. Ob in Malerei, Grafik oder Film: Die jungen Künstlerinnen stellten sich Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Wesen des Leidens und der Kraft des Neubeginns. Dabei wurde klar: Hoffnung ist kein einfacher Zustand, sondern ein Prozess – oftmals verbunden mit Krisen, der aber gerade dadurch kreative Energien freisetzt.
Das Leben und Arbeiten vor Ort, im inspirierenden Umfeld des Künstlerdorfs Neumarkt, förderte nicht nur die kreative Entfaltung der Schülerinnen, sondern auch den Austausch zwischen Generationen, Traditionen und neuen Perspektiven.
Die Projektwoche endete mit einer beeindruckenden Werkschau, die nicht nur die künstlerische Qualität der Arbeiten zeigte, sondern auch das emotionale und intellektuelle Engagement der Teilnehmerinnen. Sie machten sichtbar, was oft unausgesprochen bleibt: Hoffnung – in all ihrer Vielschichtigkeit – ist und bleibt eine der kraftvollsten Triebfedern der Kunst.
Kontakt und weitere Informationen:
Künstlerdorf Neumarkt an der Raab
www.kuenstlerdorf-neumarkt.at