Exkursion zum BMW-Werk nach Dingolfing

Nachstehend finden Sie einen Schülerbericht unseres Schülers Elijah Böhm (2AHWIM) über die Exkursion zum BMW-Werk nach Dingolfing:

Am Freitag, 03.05.2019 fuhr die 2AHWIM, mit den Lehrpersonen Sobota und Chopourian um 06:30 Uhr nach Dingolfing zum BMW-Werk. Dort pünktlich angekommen und nach nicht einmal fünf Minuten Wartezeit begann die Besichtigung. Die wichtigsten Zahlen, Fakten und Informationen wurden den Schüler/innen im Besucherpavillon berichtet. Dies umfasste die Hauptabnahmeländer, die produzierten Autos pro Tag/Jahr, die Anzahl der Mitarbeiter/innen und deren Anreise sowie die Fläche des Werks und Grundinformationen über die Geschichte des Werks.

Danach bekamen alle eine Warnweste, ein Gerät mit Kopfhörern, um den Tourguide besser verstehen zu können, und eine Schutzbrille. Die Werksbesichtigung begann im Werk 2.40 für Automobilbau. Diese dreistöckige Halle beinhaltet die Innenausstattung, die Montage der einzelnen Komponenten und einen eigenen Bereich zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit.
Dort haben die Schüler/innen näheres über die Bemühungen von BMW erfahren, um den Mitarbeiter/innen den bestmöglichen Arbeitsplatz zu bieten. Verschiedene Hilfsmittel unterstützen die Fließbandarbeiter/innen, um Schmerzen vorzubeugen; wie zum Beispiel die doppelte-C-Klemme, welche das Auto in die passende Arbeitshöhe, für die geforderte Tätigkeit stellt. Hohe ergonomische Standards und Hilfsmittel wie Handlingsgeräte, Schwenkmontagen und sogenannte Exoskelette – eine flexible Stützvorrichtung für den Körper – machen die Arbeit für die Mitarbeiter/innen so einfacher und schonender.

Zudem wurden unsere Schüler/innen über den Tagesablauf eines Schichtarbeiters aufgeklärt. Die Just-in-Sequenz-Beschaffung ermöglicht es BMW, 1.600 Autos täglich zu produzieren. Jedes Teil kommt zum perfekten Zeitpunkt in der richtigen Reihenfolge zum richtigen Ort.
Die nächste Station, welche unsere Schüler/innen besichtigten, war das „Karosseriebau“-Werk. BMW verarbeitet hier die im Presswerk gefertigten Blechteile von über 2000 Industrie-Robotern zu lackierfähigen Rohkarosserien. Bis zu 600 Stahl-, Alu- und Kunststoffteile werden in einem intelligenten Materialmix zusammengefügt. Verschiedenste Fügetechniken machen dies möglich. Das Ergebnis ist eine hochsichere Karosserie mit größtmöglicher Gewichtseinsparung.

Gegen Ende der Tour betraten die Schüler/innen das Presswerk. Das Presswerk in Dingolfing ist das größte der BMW-Group und fertigt am Tag bis zu 1,6 Millionen Teile für das Produktionsnetzwerk von BMW an. Rund 40 Pressanlagen produzieren 2500 verschiedene Bauteile – vom Tankdeckel bis zum Seitenrahmen. 2015 nahm BMW zwei High-Speed-Servo-Pressen in Betrieb und kann dadurch noch effizienter und ressourcenschonender produzieren. Diese zwei Pressen haben eine Presskraft von 10300 Tonnen. Um der Druckkraft standzuhalten, wurde der Boden unter dem Presswerk mit einem 18 Meter tiefen Fundament versehen.

Unsere letzte Station war die neue Produktionshalle. Da die Lackiererei gerade umgebaut wurde durften wir diese nicht besichtigen. In der neuen Halle gab es ein Kurzvideo über die verschiedenen Schritte der Lackiererei zu sehen. Zudem konnten sie bei der Programmierung der neuen Werksroboter zusehen.

BMW beschäftigt in Dingolfing 18.300 Mitarbeiter aus verschiedensten Regionen. Diese Arbeiter bauen 1.600 Autos täglich; bis zu 6 verschiedenen Modellen. 2018 erhielten die BMW-Mitarbeiter 15,8 Gehälter. Dies setzte sich aus 12 Grundgehältern zusammen, aus dem Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie einer Prämie von 4.000,– € netto zuzüglich zum Juli Gehalt. Auf 288 Hektar werden Fahrzeuge entwickelt, produziert, optimiert und an ihre Grenzen gebracht. BMW setzt auf selbstfahrende Autos und möchte 2021 ein selbstfahrendes Modell auf den Markt bringen.

Die Tour war äußerst informativ und spannend. Unsere Schüler/innen konnten viel Neues lernen und ihnen wurde aufgezeigt, was sie bereits, in verschiedensten Unterrichtsgegenständen, gelernt hatten.

Ein herzliches Dankeschön an Elijah Böhm für seinen tollen Bericht.

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