Leckagemesssystem für InjektorenBeschreibung des Common-Rail-SystemsDie Anforderungen an die Einspritzsysteme von modernen Dieselmotoren steigen ständig. Höhere Drücke, schnellere Schaltzeiten und eine flexible Anpassung des Einspritzverlaufs an den Betriebszustand des Motors machen den Dieselmotor sparsam, sauber und leistungsstark.
In der obigen Abbildung ist ein Common-Rail-System schematisch dargestellt.
In der obigen Abbildung ist schematisch die Funktionsweise von einem Magnetventilinjektor dargestellt. Im Ruhezustand (linkes Bild) steht im dunkelblau markierten Hochdruckbereich der Systemdruck an. Infolge der im Steuerraum (6) auf die Düsennadel wirkenden Druckkraft wird die Düsennadel in den Sitz gepresst, und die Spritzlöcher (10) werden verschlossen. Das Magnetventil ist in diesem Zustand ebenfalls geschlossen, da die Kraft der Ventilfeder (11) größer ist, als die aus dem Systemdruck resultierende Kraft auf die Ventilkugel (5).
Leckagen beim Common-Rail-InjektorWie zuvor beschrieben, entsteht beim Ansteuern eines Common-Rail-Injektors eine sogenannte Steuerleckage, deren Menge vom Systemdruck und von der Bestromungszeit abhängig ist. Je nach Ausführung haben Injektoren auch im geschlossenen Zustand funktionsbedingt Leckagen und zwar wenn das Steuerventil als druckausgeglichenes Ventil ausgeführt ist, da dieses eine, gegen Hochdruck abdichtende, Führung besitzt. Hingegen haben Injektoren mit nichtdruckausgeglichenen Ventilen im geschlossenen Zustand an sich keine Leckage. Je nach Zustand des Ventilsitzes, bedingt durch Fertigungstoleranzen und Verschleiß, kann das Ventil nun aber eine sogenannte Sitzleckage, mit zum Teil äußerst geringen Leckagemengen aufweisen. Solche Injektoren mit nichtdruckausgeglichenen Ventilen befinden sich derzeit bei Bosch unter anderem in der Entwicklungsphase.
Leckagemessung bei Common-Rail-InjektorenSowohl in der Entwicklungsphase, wie auch in der Serienfertigung ist es notwendig, die Leckagemenge eines Common-Rail-Injektors zu messen. Während der Entwicklung kann dies einerseits beispielsweise beim Testen verschiedener Ausführungen von Ventilen sein, andererseits aber auch um bei der Dauer- und Felderprobung das Verschleißverhalten zu beurteilen. In der Serienfertigung ist eine 100%-Leckagemessung notwendig, um sicherzustellen, dass nur einwandfreie Produkte ausgeliefert werden. |
