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Exkursion zur TU-Graz und zum Werk der Hasslacher Norica Timber GmbH in Preding

Am 5. und 6. März ging es für uns SchülerInnen der Abteilung Bautechnik-Schwerpunkt Holzbau, 4. und 5. Jahrgang, ab nach Graz.
Dort hatten wir eine interessante Führung am Institut für Holzbau und Holztechnologie der technischen Universität. In den Forschungs-und Prüflaboren der Lignum Research GmbH in der Infeldgasse, wurden uns vom Institutsleiter Univ. Prof. Dr. techn. Dipl.-Ing. Gerhard Schickhofer laufende Diplomarbeiten vorgestellt. Nach der Führung machten wir uns auf den Weg zum Hauptgebäude der Erzherzog Johann Hochschule in der Rechbauerstraße (alte Technik), um auch die Fakultät für Architektur , sowie die Institute für Baustatik, Stahlbetonbau und Baubetriebslehre zu besuchen.

Querzugversuche an Brettschichtholzbauteilen und darin eingeleimten Gewindestangen(Diplomarbeit)
Erklärung der Prüfgeräte z.B. zur Ermittlung des Schubmoduls, durch den Institutsmitarbeiter Dipl.-Ing. Brandner

Nach einer Nächtigung im JUFA Graz begaben wir uns am zweiten Tag auf den Weg nach Preding (ca. 30 km südlich von Graz). Dort führte uns der Betriebsleiter Herr Schuster durch das riesige Werk der Hasslacher Norica Timber Holzindustrie GmbH. Uns wurde der Ablauf in einem Sägewerk erklärt. Zuerst sahen wir die riesigen Rundholzlager und die Sortieranlagen, danach die Beschickungsanlage für die Zerspaner und Bandsägen in denen das Rundholz zu Brettern, Pfosten und Kanthölzern eingeschnitten wird. Der schwierigste aber auch sehr interessante Bereich in der Fertigung von Bauhölzern ist die Trocknung. Wir konnten in den acht, bis zu 120m³ holzfassenden, Trockenkammern, den Ablauf der künstlichen Holztrocknung genau kennenlernen.

Bild links: Rundholzlager; Bildmitte: Holzlader mit Greifzange; Bild rechts: Rundholzsortieranlage

Ein Höhepunkt der Werksbesichtigung war die Konstruktionsvollholz-Fertigungsstraße. Von der maschinellen Sortierung der Tragfähigkeit mittels Röntgenstrahlung, über die Keilzinkenanlage, die Verleimung der Brettlamellen mit modernsten PU-Klebern, bis hin zur ÜA-Zertifizierung und dem Vertrieb wurde, uns alles erklärt.

maschinelle Sortierung der KVH-Brettlamellen nach der Tragfähigkeit lt. ÖN DIN 4074, mittels Röntgenstrahlungs-Scanner
fertige, 13m lange, Konstruktionsvollholz-Stangenware

Abschließend konnten wir auch noch die ökologische Nutzung der „Abfallstoffe“ sehen. Aus den riesigen Lagern an Sägespänen werden unter Beimengung von (Weizen-)Stärke Holzpellets gepresst.

Holzpelletspresse
gigantisches Sägespänelager

Beeindruckt und überwältigt von der Größe dieses Werkes machten wir uns am Nachmittag auf den Heimweg nach Hallein, wo wir aufgrund der perfekten Fahrkenntnisse unseres netten Busfahrers Reini am Abend wieder sicher ankamen.
Bericht: Florian Ringdorfer und Christoph Zeiringer 4 AHBTB