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Kulturreise nach Prag 2011 5AHWIM/ 4AFMBF / 4 BFMBF

Unsere Reise zu einer unvergesslichen Woche in Tschechien startete am 14. November um 9.00 am Bahnhof in Hallein. Mit unserem Busfahrer James machten wir uns auf den sechs Stunden langen Weg nach Prag.
Am Abend im nebligen Prag in der Unterkunft am Wenzelsplatz angekommen, nahmen uns unsere Betreuer Frau Dana und Herr Frantisek herzlichst in Empfang. In zwei Gruppen aufgeteilt machten wir uns auf den Weg und bekamen einen ersten Einblick in das nächtliche Prag. Die beiden brachten uns die Geschichte der Stadt Prag näher, zeigten uns die Statue des berühmten Jan Hus und erzählten einiges über den großartigen Schriftsteller Franz Kafka.  Um der Eiseskälte entfliehen zu können, beendeten wir die Stadtführung in einem gemütlichen Lokal bei einem gemeinsamen, typisch-tschechischen Abendessen.
Ausgeschlafen und mit neuem Elan machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zur Prager Burg. Ein Teil davon ist die größte Kathedrale der Tschechischen Republik, der Veitsdom. Seine gotische Architektur und auch die einzigartigen sakralen Glasmalereien an den Fenstern faszinierten so manchen von uns. Auch den Schauplatz des historischen Prager Fenstersturzes besuchten wir. Die anschließende Moldauschifffahrt wurde danach gleich mit einem Mittagessen verbunden. Ein Highlight der Fahrt war für uns Techniker das Passieren einer Schleuse, innerhalb welcher man von nicht einmal einer Minute einen Höhenunterschied von ca. 10 Metern überwinden kann. An diesem Dienstagabend durften die Musikinteressierten noch bei einem Live-Konzert von Weltstar Lenny Kravitz in der O2-Arena dabei sein.
Der Mittwoch startete mit einer einstündigen Busfahrt. Sie führte uns in das tschechische Hinterland zu einem wichtigen, aber sicher traurigen Schauplatz der Geschichte. So standen wir nun schließlich vor dem ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt. Tristesse lag über dem Land. In Nebel und Kälte standen wir im Vorhof des Lagers wie einst die Neuankömmlinge, die unter dem nationalsozialistischen Regime eine harte Zeit in Terezín erwartete. Erst die zwei tschechischen Reisebegleiter brachen die Stille die über der so genannten ''kleinen Festung'' von Terezín lag, mit interessanten Hintergrundinformationen über die damaligen Verhältnissen und einer Führung durch die gesamte Anlage.
Am Nachmittag fuhren wir weiter zum  Skodawerk in Mlada Boleslav. Skoda beschäftigt dort insgesamt 20.000 Mitarbeiter, das entspricht jedem zweiten Einwohner der Stadt. Im Museum erfuhren wir einiges über die Geschichte des Unternehmens. 1895 wurde das Werk von Václav Laurin und Václav Klement gegründet. Ihre erste Erfindung war ein Fahrrad. Über die Entwicklung von Motorrädern kamen sie schließlich zum Automobilbau. Bei einer exklusiven Führung durch das Werk besichtigten wir die Motorenfertigung und die hektische Endmontage des Modelles Fabia.
Am Donnerstag führte uns ein Manager von Sparta Prag durch deren Stadion und brachte uns einiges über die Vereinsgeschichte mit all ihren Höhepunkten näher, während wir auf einem Trainingsplatz auch ein Training der Kampfmannschaft beobachteten. Nächster Höhepunkt war das Strahov-Stadion, welches zu Zeiten der ČSSR viele Massenveranstaltungen beherbergte. Das Strahov-Stadion ist mit einem einstigen Fassungsvermögen von 220.000 Menschen das größte Stadion der Welt. Stärkung fanden wir in der kleinen Klosterbrauerei Strahov, in welcher uns anschließend sogar der Bierbrauprozess bei einer Führung erklärt wurde. Am freien Nachmittag durften wir die Stadt auf eigene Faust erkunden und jeder Schüler konnte seinen eigenen Interessen in der ''goldenen Stadt'' freien Lauf lassen. Ein großer Teil von uns suchte dabei nach dem einen oder anderen Schnäppchen auf dem Prager Schwarzmarkt.
Und schlussendlich, am Freitagmorgen, mussten wir die ''goldenen Stadt'' mit Wehmut verlassen, doch unser Religionslehrer Herr Biechl wies uns noch einmal auf das Zitat von Franz Kafka hin: ''Prag lässt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen'', was uns versichern soll, dass dies für viele von uns nicht die letzte Reise nach Prag gewesen sein würde...   
Von Helmut Salfner und Peter Feiser